Kunst des Sakralen –

Spirituelle Reisen und Seminare in Frankreich


„Die Wahrheit kam nicht nackt in diese Welt, sondern sie kam in Sinnbildern und Abbildern. Anders kann die Welt die Wahrheit nicht empfangen".

 Evangelium nach Philippus
 

 

 

Einige Aspekte meiner Arbeit als Seminarleiter
u.A. an der Kathedrale von Chartres

                                  Von Christophe Marie Rogez


Wir leben in einer Zeit der Zersplitterung: der Spaltung zwischen HighTech-Welt und Natur, zwischen Naturwissenschaft und Religion. Es ist auch eine Zeit der Vereinzelung im Sozialen, sogar der Auflösung in der eigenen Seele. Zugleich verfügen wir über eine Informationsfülle wie nie zuvor, verspüren aber auch Not, ob im Druck des Berufs, in den Anforderungen der Partnerschaft, in Umwelt- und Finanzpolitik.
Insbesondere wird die Frage immer drängender: Was wird die Menschen in Zukunft zusammenführen?
                                                                    
Die Gegenwart mutet uns neue Aufgaben zu, was bedeutet, dass das Leben und die Evolution auf unsere neu zu erwerbenden Fähigkeiten vertrauen. Jedem wird viel mehr Ver-antwort-ung geschenkt; im selben Zug wächst unser Hunger nach der Sinnhaftigkeit des Ganzen. Überhaupt verspüren wir, dass jede Individualität nur durch den eigensten Vollzug Sinn schaffen und erleben kann.
Wir wollen uns selbst aktiv in Bezug setzen zu dem großen Geheimnis des Lebens, welches wir Gott nennen und suchen nach einer neuen Orientierung; stellen uns aber auch die Frage nach dem Maß des Menschen.  

Im Kontext dieser gesamtgesellschaftlichen Phänomene bewegen sich die Seminare, die ich an verschiedenen Orten der Kunst des Sakralen anbiete, besonders aber in der Kathedrale "Notre-Dame de Chartres".
Sie verkörpert wie kaum ein anderer Bau etwas Universelles, Ganzheitliches, so dass sofort spürbar wird: Hier geht es um Entwicklung. Für heutige, moderne Pilger ist die Kathedrale daher eine unerschöpfliche Quelle des Lernens, aber auf ganz andere Art als viele Lehrstätten unserer Zeit. Denn sie belehrt nicht, sie er-weckt.  Und - sie hält ein Geschenk bereit: Sie lässt uns die Freiheit, eigene Antworten zu finden. Gerade für die jüngere Generation, der es nach seelischer Verortung verlangt, aber auch nach freilassenden Denk- und Erfahrungsräumen, wird die Kathedrale von Chartres so zur Geistes-, Glaubens- und Herzensheimat.   

Dabei geht es um das Erüben neuer Fähigkeiten im Umgang mit Bildern, d.h. differenzierte Wahrnehmungstätigkeiten, die uns neu Tore zur Welt, sowie neue Perspektiven für unser Handeln eröffnen können.

Die Fragen, denen wir in den Seminaren gemeinsam nachgehen, sind im Wesentlichen Folgende:

Wie können wir lernen, die Urbilder in der Kunst des Sakralen  zu lesen und zu verstehen, so dass sie zu einer stärkenden seelischen Nahrung werden in Bezug auf unsere Zeitfragen.

Auch in den Evangelien finden wir eine Sprache in Bildern; die gegenseitige Beleuchtung von Bild der Kunst und Bild des Wortes führt zu einem neuen verlebendigten Verstehen des biblischen Wortes, das entscheidende Impulse liefern kann für die eigene biographische sowie gesamtmenschheitliche Entwicklung.

Wie können wir unser Erleben der Natur vertiefen, indem wir das Licht, die Landschaft, die Pflanzen und Tiere, die Elemente im Jahreslauf qualitativ erfahren und dadurch auch die christlichen Jahresfeste neu entdecken.

Wie werden wir feinfühliger mit dem Körper und unserer Bewegung im Raum und entdecken das Sakrale der menschlichen Gestalt als Tempel Gottes.

Es ist mir ein Herzensanliegen, Übergänge und Durchdringungen dieser oft voneinander abgegrenzten Lebensfelder als sinnstiftenden und dadurch heilenden Zusammenhang, als höhere uns verwandelnde Einheit zu vermitteln. Entscheidend dabei ist die phänomenologische Vorgehensweise, die das kreative Potential in uns fordert und freisetzt: Voraussetzung für jeden Entwicklungsprozess, der sich an die Individualität des Menschen richtet.

In den gemeinsamen Bildbetrachtungen üben wir auch an einer neuen sozialen Gesprächs-und Erkenntniskultur, die auf dem dialogischen Prinzip beruht, jenseits von konfessionellen oder weltanschaulichen Differenzen.

 

 

Ein weiteres Ziel, das mir sehr am Herzen liegt ist ein kultureller und zwischenmenschlicher Brückenbau über den Rhein. Es ist viel von Europa die Rede, aber wo findet z. B. wirklich Begegnung zwischen Deutschen und Franzosen statt? Dabei sind beide Empfindungs- und Denkweisen so komplementär und in ihrer Ergänzung für ein geistiges Europa sehr wichtig. Ich plane deutsch- französische Gruppen zu begleiten, auch in anderen Ländern suche ich Partner für die Mitorganisation.

Wir leben in einer Zeit, in der das Lebendige, das Seelisch – Geistige gnadenlos wegrationalisiert wird. Ich bin davon überzeugt, dass die genannten Ziele der Bildung und Fortbildung  mit ihren Qualitäten in Zukunft desto größere Aktualität gewinnen werden.
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 Zu den einzelnen Seminarorten

Chartres:  Der Grundaufbau der Annäherung an die Kathedrale als Weg nach unten über die Krypta, nach außen und dann innen, bleibt bei allen Reisen gleich, ebenso die exklusiven Sondergenehmigungen wie z.B. die Labyrinthbegehung nach Schließung am Abend und die Dachstuhlbesteigung am Ende des Seminars.

Das Singen und die Bewegung können auf Wunsch in das Programm aufgenommen werden, bei einigen Seminare begleitet uns ein erfahrener Chorleiter/in.

Die Chartres-Kenner werden eine neue Kathedrale entdecken, die Reinigungsarbeiten in Chor und Hautschiff sind nun beendet. Dadurch hat man die Original- Bemalung des 13.Jahrhunderts frei gelegt!
Die Westfassade mit dem Königsportal und den Westfenstern sind nun im Zusammenhang mit der neuen "Licht- Kathedrale" ganz neu zu lesen.
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 Burgund: „Das Licht scheint in die Finsternis“, mit der  Maria Magdalena Basilika in Vezelay haben die Baumeister dem Wort des Evangelisten Johannes leibhaftige Gestalt verliehen. In den Heiligen Nächten, wo die Sonne am Himmel ihren tiefsten Stand erreicht, ist es die Kapitellszone sowohl im Obergaden als im Südseitenschiff, die in ein mildes, goldenes Weihnachtslicht getaucht ist. Am Haupte der Säulen, erleuchtet wie die Kronen der Weisen aus dem Morgenland, entfalten die Kapitelle ihre weisheitsvolle Bilderwelt.

An Pfingsten können wir in Vézelay die Gestalt der Magdalena verstärkt mit der Natur verbinden, es ist eine grosse Bereicherung und Verlebendigung dieses Wechselspiel von Innen- zu Aussenraum zu erleben, von Skulpturbildern zu Orchideenwiesen.

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 Elsass: die Karwoche ist wie kein anderer Zeitpunkt des Jahres geeignet die spirituellen Dimensionen Grünewalds Isenheimer Altar zu ergründen.

Auf Anfrage biete ich eine einwöchige Sommerreise in die Hochvogesen an. Eingebettet in die künstlerisch- spirituellen Arme des Odilienberges und des Isenheimer Altars erwartet Sie eine intensive Begegnung mit der Natur. Wer kann einen Vogelgesang in der Stille des Bergaufstiegs in der Morgendämmerung  oder die Aufrichtekraft der sonnenfarbenen Arnikablüte in Worte fassen? Werden wir ganz still, beginnen Blüten, Bäume und Tiere, Wind und Licht zu uns zu sprechen. Auch am Kunstwerk der Natur kann der Mensch fromm werden, wie es die iro- schottischen Christusbotschafter waren, die ehemals durch diesen Landstrich zogen.
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Auvergne: In unserer hektischen Zeit bringen uns die schwarzen, thronenden Madonnen in Berührung mit der inneren Ruhe. Im Anblick und Angeblick- Werden entfalten sie mit uns ihr zeitloses Zwiegespräch. Reise auf Anfrage auch für eine Gruppe.

 Anjou: Der monumentale Apokalypse- Bilderzyklus der Wandteppiche in Angers stellt einen dramatischen Entwicklungsweg dar: Von Bild zu Bild werden die Geburtswehen einer neuen Zeit, einer neuen Menschheit zum ergreifenden Erlebnis. Reise auf Anfrage auch für eine Gruppe.
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Organisatorisches
Das gemeinsame Programm für die Reisen  beginnt in der Regel um 19 Uhr am ersten Tag, so dass genug Zeit ist, mit dem Auto oder der Bahn anzureisen. Niemand braucht alleine zu reisen, es können Sammelfahrten organisiert werden. Abreise ist am letzten Tag nach dem Frühstück. Um einen niedrigeren Preis anzubieten, habe ich  auch einfachere Quartiere gefunden, in Chartres ebenfalls in Kathedralenähe.
Eine herzliche Bitte zum Schluss, helfen Sie mir, die Reisen bekannt zu machen, es ist für mich ein echtes Wagnis mit diesen Reisen eine hauptberufliche Tätigkeit aufzubauen. Gerne schicke ich auf Anfrage  zusätzliche Programme und Plakate. Ein Plakat zum Ausdrucken finden Sie im Menü.
Falls Sie über eine Emailadresse verfügen, bitte ich herzlich um Mitteilung, dadurch erhalten Sie Zwischen-berichte und kurzfristige Infos zu den einzelnen Reisen und es vereinfacht Vieles für mich.

Sehr gerne nehme ich auch Gruppenanfragen an, wofür Extratermine und Busfahrten vereinbart werden können. Für Chöre habe ich auch Erfahrung und Kontakte, Konzerte in besonderen sakralen Räumen zu organisieren.Siehe auch den Menüpunkt: Einladung für Gruppen.

Ich biete zu den verschiedenen Reisethemen Vorträge mit Bildbetrachtung an, die sich z.B. eignen für Veranstaltungen zu den Jahresfesten, dabei können sich die Anwesenden aktiv an der Bildbetrachtung beteiligen. Eine Liste der Vortragsthemen ist auf der Menüseite zu entnehmen.

Ich freue mich auf Ihre Anfrage,

Ihr Christophe Marie Rogez

Zu meiner Person:
Christophe Marie Rogez, geboren 1956 im Elsass,
Germanistik- und Kunststudium, Bewegungspädagogik
nach Bothmer, langjährige Tätigkeit in der Jugend- und
Erwachsenenbildung.
Seit vielen Jahren Leiter dialogisch geführter Seminare
an spirituellen Orten in Frankreich und Brückenbauer
aus Leidenschaft, sind Philosophie und Dichtung, sakrale
Kunst und die Evangelien die Grundpfeiler meiner Tätigkeit.

 

 

 

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