Reisen ins Elsass

Odilienberg und Heidenmauer, Straßburg, Rosheim

Colmar: Isenheimer Altar, Maria im Rosenhag

"Romanische Strasse" im Nordelsass mit den romanischen Kirchen von St. Jean les Saverne, Neuwiller, Marmoutier, Andlau.

"Romanische Strasse" im Südelsass mit Murbach, Lautenbach, Gebwiller, Ottmarsheim, Feldbach

Geologisch- botanische Wanderung in den Hochvogesen

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Hier folgen zwei Reisebeschreibungen als Beipiele für ein Angebot an eine Gruppe.

Falls es ihr Interesse weckt und Sie mit einer Gruppe von etwa 15-20 Personen (oder mehr) kommen wollen, können wir gemeinsam einen Reisetermin und den
für Sie passenden Reiseablauf vereinbaren.

Wenn Sie individuell reisen, können Sie sich mit dem Kontaktformular auf eine Interessentenliste eintragen lassen und Sie werden benachrichtigt, wenn die Reise ins Programm aufgenommen wird.

Bitte kontaktieren Sie mich,

Ihr Christophe Marie Rogez

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Die Stationen der Karwoche bis Ostern, ein Heilsweg

Odilienberg und Isenheimer Altar mit Osterwanderung


Qui resurrexit

In tausend Bildern hab ich ihn gesehn,
Als Weltenrichter, zornig und erhaben,
Als Dorngekrönten, als Madonnenknaben -
Doch keines wollte ganz in mir bestehn.

Jetzt fühl ich, dass eines gültig ist:
Wie sich dem Meister Matthis Er gezeigt -
Doch nicht der Fahle, der zum Tode sich neigt,
Der Lichtumflossene: Dieser ist der Christ.

Nicht Menschenhand allein hat so gemalt:
Der Grabesdunkel schwerelos entschwebend,
Das Haupt mit goldenem Leuchten rings umwehend -

Von allen Farben geisterhaft umstrahlt,
Noch immer Wesen, dennoch grenzenlos,
Fährt Gottes Sohn empor zu Gottes Schoß.

                      Albrecht Haushofer, Moabiter Sonette


In der Karwoche vor die Bilder des Isenheimer Altars zu treten, mit ihnen den inneren Weg von Karfreitag bis Ostersonntag zu beschreiten, kann zu einem tiefgreifenden Erlebnis werden. Besonders kann dies der Fall sein, wenn alle Stationen der „stillen“ Woche als innerer Bilderweg einbezogen werden.

Das Seminar beginnt auf dem Odilienberg, in dessen Umkreis die Heilige Odilie wirkte. Die Schutzherrin des Elsass führt uns in das zentrale Thema “die Heilung des Auges“, hier durchdringen sich Lichterfahrung im Seelischen und Naturerlebnisse. Durch diese Vorbereitung werden wir ganz anders in die Bilderwelt Grünewalds eintauchen können.

 

Am Palmsonntag  besteigen wir als erstes den Odilienberg zu Fuß von Niedermünster aus über die Odilienquelle zum Kloster. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, direkt mit dem Auto hochzufahren.
Die Tage beginnen wir in den Kapellen mit kleinen Bild- und Textmeditationen.
Im Lichte der Odilienvita werden wir die Heidenmauer erkunden, die uns wie ein Wegweiser in die Kräfte der Natur sein kann. Der Odilienberg, ein vorchristliches Sonnenheiligtum?

Wir werden auch Niedermünster besichtigen, die ehemalige Heilstätte gegründet durch Odilie. Dazu kommen weiterführende Besichtigungen der Klosteranlage, zum Beispiel zum Thema „Hortus Deliciarum“ der Herade von Landsberg.
Die erhabene Ruhe und die Abendstimmung rund um die Klosteranlage sind an sich schon besondere Erlebnisse.




Der Isenheimer Altar
Dieses Werk datiert um 1515, ist eine wahre Kraftquelle, mit vielen Bezügen zu heutigen Zeitfragen. Die leuchtenden Farben Grünewalds können durch längere Betrachtung ihre belebende, ja therapeutische Wirksamkeit entfalten. Grünewalds Bilder sind Zeugen seiner visionären Kraft und seines ganz individuellen Zugangs zu dem Mysterium von Tod und Auferstehung.
Es sind  4 intensive Betrachtungen vor den Bildern im Unterlinden Museum vorgesehen. Der Flügelaltar Grünewalds durch seinen mehrseitigen kompositorischen Aufbau versetzt den Betrachter auch in einen eigenen Entwicklungsprozess.
Im nacheinander Sich- Eröffnen der einzelnen Schauseiten, in den Übergängen, kann die spirituell-künstlerische Dimension dieses Werkes sich entfalten. Insbesondere erfährt der Betrachter die seelisch-geistige Wirkkraft der Bilder in der von Tag zu Tag wiederholten Begegnung mit ihnen, nur mit der Pause der Nacht dazwischen.
Natürlich soll auch Zeit sein, in der wunderschönen Altstadt Colmars zu spazieren!
Auch eine Besichtigung der Dominikaner Kirche mit dem weltberühmten Werk Schongauers „Maria im Rosenhag“ und den alten Glasfenstern ist möglich.

Am Nachmittag des Ostersonntags können wir zum Abschluss auf einer Wanderung in den Hochvegesen den Blick in die Natur wenden. Mit dem Auferstehungsbild des Altars im Herzen, in die Elemente der Granitvogesen sich zu begeben, eröffnet auch in der Natur neu belebende Erfahrungsfelder.

Weitere spirituelle Orte und Bauten die mit einbezogen werden können:
Die Kathedrale von Straßburg und das Museum" Oeuvre Notre Dame"
Die Sankt Peter-  Sankt Paul Kirche in Rosheim

Geplant ist auch eine Reise entlang der "Romanischen Strasse" im Nordelsass mit den romanischen Kirchen von St. Jean les Saverne, Neuwiller, Marmoutier, Andlau.

Daran wird sich das Südelsass anschliessen mit Murbach,Lautenbach,Gebwiller,Ottmarsheim, Feldbach

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Der  Zusammenklang von Naturlandschaft und seelischer Landschaft -
geologisch-botanische Wanderungen in den Hochvogesen in Verbindung mit dem Isenheimer Altar und dem Odilienberg.


Diese Reise beginnt und endet am Isenheimer Altar in Colmar. Wir wollen das Monumentalwerk Grünewalds als Eingangstor in die Welt des Lebendigen betreten.
Die zu erspürende Wirksamkeit der Farben, das Zusammenspiel der Kompositionen ausgebreitet über die verschiedenen Schauseiten werden uns auch die Augen öffnen für die Natur.
Welchen Bezug hat die christliche Botschaft zu der Natur, und wie stehen wir als Menschen darinnen? Hiermit ist die Art unserer Verbindung mit den Naturreichen und ihren Wesen angesprochen.
Kontemplation, Devotion sind es Qualitäten, die auf die Innenwelt sich beschränken? Wie entwickeln wir Brüderlichkeit mit den Naturwesen?

Die Hochvogesen bilden den landschaftlichen Hintergrund für die Geschehnisse des Isenheimer Altars, in den Bildern von Mathias Grünewald aber auch in der geographischen Wirklichkeit des Hinterlandes von Colmar.
Jede Landschaft ist gekennzeichnet durch ihr eigenes Licht, ihr besonderes elementarisches Spiel, das in Pflanzen und Tieren sich spiegelt. Ihre Kräfte- und Bilderwelt spricht zu uns, wenn wir mit frischem Auge, still, mit allen Sinnen uns ihr zuwenden.

In der Hauptblütezeit finden wir auf dem Vogesenkamm und seinem intensiven Lichtraum, an den Hängen und auf den Bergwiesen eine Fülle von prachtvollen Blütenpflanzen, sowie vielfältigste Biotope wie Hochmoore, Karseen und Blockmeere.

Gleichzeitig war dieser Landstrich stummer Zeuge der schauervollen Schlachten im ersten Weltkrieg. Die Schönheit der Natur wird dort ganz besonders zu dem Aufruf, dem Frieden in und um uns immer Raum zu geben. 

Die Fülle dieser Naturerlebnisse kann dann wiederum in den „Weltinnenraum“( Rilke) von Grünewalds Bildern einmünden.Wir werden erleben, daß in den Bildern Grünewals etwas Zukünftiges lebt: die Verbindung des Geistigen mit der Natur, Christus als Herr der Elemente.

Auch der Odilienberg als Ort der Heilung führt in diesen Zusammenhang von Außen und Innen, im Zusammenwirken von Heidenmauer und Klosteranlage,von Peripherie und Zentrum, schlägt das Herz des zentralen elsässischen Heiligtums.

Den Zeitpunkt der Reise können Sie selbst bestimmen, sinnvoll ist hier die Hauptblütezeit in den Hochvogesen im Juni/ Juli.

 

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